Das Projekt Interkultur Ruhr ist ein Programm des Regionalverbands Ruhr (RVR) und agiert als Netzwerk und Förderer, um die kulturelle Vielfalt des Ruhrgebiets sichtbar zu machen und strukturell zu verankern.
Die Projektförderung verfolgt das Ziel, ein Klima interkultureller Offenheit im Ruhrgebiet nachhaltig zu stärken sowie konkrete künstlerische Beiträge sichtbar zu machen. Im Fokus stehen Projekte aller künstlerischen Sparten, des Community Buildings, der Kulturellen Bildung und Soziokultur, die unter Einbindung verschiedener Akteur:innen Teilhabe auf Augenhöhe ermöglichen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Dabei werden insbesondere Vorhaben unterstützt, die die interkulturelle Öffnung von Institutionen, die Selbstorganisation oder innovative Arbeitsmodelle vorantreiben.
Antragsberechtigt sind sowohl kommunale als auch freie Kulturträger sowie Künstler:innen – insbesondere jene mit Migrationsgeschichte. Um den Erfolg der Projekte zu sichern, werden Initiator:innen ausdrücklich dazu ermutigt, starke Kooperationspartnerschaften einzugehen und so gemeinsam auf wertvolle Ressourcen und Erfahrungen zurückzugreifen.
Förderfonds Interkultur Ruhr
Schlagwörter / Kategorien:
Diversität, Transkulturalität, kritische Interkulturalität, Künstler:innen, Kulturschaffende, Ruhrgebiet
Name des (Förder-)Angebots:
Projektförderung Interkultur Ruhr
Wer fördert / Wer ist der Träger?
Der Förderfonds Interkultur Ruhr ist eine gemeinsame Initiative des Regionalverbandes Ruhr und des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW). Er besteht seit 2016 mit einem jährlichen Fördervolumen von 200.000,- Euro. Seit Januar 2026 teilt sich der Förderfonds in die Projektförderung und das Time to Breathe Fellowship auf. Für beide Förderprogramme stehen jeweils 150.000,- Euro zur Verfügung.
Internetauftritt:
Wer kann sich bewerben /mitmachen?
Förderberechtigt sind kommunale und freie Kulturinstitutionen, -träger:innen und -initiativen sowie Künstler:innen, vor allem die sich als Schwarz, of Color, (post-)migrantisch positionieren und/oder eigene Fluchterfahrung haben, und ihr Vorhaben im Ruhrgebiet umsetzen möchten.
Themen:
Teilhabe und Kooperation auf Augenhöhe, Stärkung der Gesellschaft der Vielfalt, solidarisches Miteinander, Stärkung von Selbstorganisation, Weiterentwicklung von Arbeitsmodellen und Empowerment
Kurzbeschreibung:
Die Projektförderung von Interkultur Ruhr versteht sich als Startförderung für neue Vorhaben im Ruhrgebiet. Gefördert werden Projekte, die kulturelle Vielfalt sichtbar machen, Begegnungen auf Augenhöhe ermöglichen und neue Kooperationen zwischen Akteur:innen unterschiedlicher Hintergründe anstoßen.
Die Förderung richtet sich insbesondere an Initiativen, Künstler:innen, Vereine und Kollektive, die neue Ideen erproben, innovative Formate entwickeln oder erstmals ein Projekt im Kontext gesellschaftlicher Diversität umsetzen möchten.
Service für Interessierte:
Es gibt zwei unterschiedliche Beratungsangebote:
- Eine aktive Beratung und Vermittlung zwischen Projektinitiator:innen und potentiellen Partnerorganisationen und Ansprechperson für inhaltliche Fragen
- Eine Ansprechperson für alle administrativen Fragen zur Antragsstellung, sowie zu dem Kosten- und Finanzierungsplan.
Wer entscheidet über den Antrag?
Die inhaltliche Bewertung der Anträge nimmt eine externe Jury vor, die sich aus Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Wissenschaft zusammensetzt. Über die Auswahl der Vorhaben mit einer Fördersumme unter 5.000 Euro entscheidet der Regionaldirektor des RVR. Über die Auswahl der Vorhaben ab einer Fördersumme von 5.000 Euro entscheidet der Ausschuss für Kultur, Sport, Wissenschaft und Bildung des RVR in seinen Sitzungen.
Kriterien:
Bewertungskriterien sind
- Teilhabe und Kooperation auf Augenhöhe
- Gesellschaftliche Relevanz
- Bezug zum Ruhrgebiet
- Inhaltliche/künstlerische Qualität
- Durchführbarkeit
Was noch?
Die Fördersumme beträgt 2.000 – 15.000 Euro
Die Website lässt sich in verschiedene Lautsprachen übersetzen, die Antragstellung findet auf deutscher Sprache statt.
Jährlich erscheint eine evaluierende, kulturwissenschaftliche Dokumentation, in der das Fördergeschehen thematisch, methodisch und organisatorisch dargestellt wird.