15.06.2026: Runde Tisch Diversität NRW zu Gast im Theater Oberhausen

Die Sitzung fand in den atmosphärischen knallig-farbenden Übergangscontainern vor dem Theater statt, die dort für die Dauer der aktuellen Umbaumaßnahmen am Theater aufgestellt wurden. Der Grund: Ein barrierefreies Theater schaffen. – Der perfekte Überbau für unserer Sitzung zum Schwerpunkt Inklusion.

Schon die Begrüßung durch Kathrin Mädler, Intendantin des Theaters, war sehr herzlich, informativ und eine hervorragende Überleitung zu den weiteren Sitzungsthemen. Anhand des aktuellen Mottos des Theaters „Ministerium gegen Einsamkeit“ machte sie deutlich, welch humanistischer Geist in dem Haus herrscht, welche hohe Bedeutung sie in dem Kontext und mit Blick auf die Stadtgesellschaft Oberhausen dem Thema Diversität beimisst und brachte Beispiele zur Konkretisierung in der Arbeitspraxis an.

Tamara Tabakovic-Halilovic

Es folgte ein spannender Input zu der diversitätsbezogenen Arbeit des Theaters: Tamara Tabakovic-Halilovic, Diversitätsbeauftragte des Theaters, gab einen Überblick über die verschiedenen diversitätssensiblen Angebote des Hauses und ihre Kolleg*innen Anke Weingarte (Junges Theater und Theaterpädagogin) und Hannes Richter (Leitung Kommunikation, Pressesprecher) konkretisierten dies mit Einblicken in die Projektarbeit: Das Angebot von Tastführungen sowie der aktuelle Umbau des Theaters mit dem barrierefreien Konzept waren nur zwei von verschiedenen Beispielen. Die enge Zusammenarbeit und Vernetzung mit städtischen Akteuren wie Taubenschlag spielt bei der Erreichung der gewünschten Zielgruppen eine wesentliche Rolle.

Anknüpfend durften die Teilnehmenden Zeug*innen eines weiteren beeindruckenden Beispiels der diversitätsbezogenen Arbeit des Theaters sein: Außer der Reihe bekamen wir die Möglichkeit, den Filmischen Essay „Mütter. Jeden Tag“ von Ayşe Kalmaz  anzuschauen, der im Rahmen ihrer Stadtbotschaft am Theater Oberhausen in Resonanz zur Theater-Produktion Mutter (feierte auf den 72. Internationalen Oberhausener Kurzfilmtagen Ende April Premiere) entstanden ist. Darin begleitet Kalmaz vier geflüchtete Mütter aus Bangladesch, Bosnien und Herzegowina, der Türkei und der Ukraine, die heute in Oberhausen und Umgebung leben.

Es war ein sehr bewegender Film.

Wir sind Tamara Tabakovic-Halilovic sehr dankbar, dass sie uns ins Theater eingeladen hat und damit auch Möglichkeit gegeben, diesen Film in diesem Rahmen sehen zu können!

Nachdem wir uns eine Pause für unsere Gedanken und Emotionen genommen hatten, fanden wir den Übergang zu den nächsten dialogischen Tagesordnungspunkten.

Der kollegiale Austausch zum Thema „Erfahrungsaustausch zu gelungenen Ansätzen und Herausforderungen zu inklusiven Projekten in unseren Einrichtungen“ half uns – insbesondere auch nach dem umfassenden Input zum Thema vom Team Oberhausen – den eigenen Stand zu reflektieren und teilweise bereits nächste Ansatzpunkte für unsere Einrichtungen herauszukristallisieren. Das Stichwort „Transfer“ begleitet uns bewusst diese Förderperiode nochmal intensiver, damit der wertvolle Austausch am Runden Tisch Diversität und mit den Kooperationspartner*innen über den interessanten Austausch hinaus geht und möglichst nachhaltig wird.

Anschließend diskutierten wir noch die inhaltliche Gestaltung von zwei für uns sehr wichtigen Punkten: Im November 2026 veranstaltet der Runde Tisch Diversität NRW einen Fachtag Diversität und rund um den Fachtag veröffentlichen wir ein Positionspapier, in dem wir zentrale Forderungen im Themenfeld Diversität und mit Blick auf die Landtagswahl NRW 2027 festhalten. Auch hier sind wir einen guten Schritt weitergekommen.

Insgesamt war es eine sehr dichte, aber konstruktive Sitzung. Wir bleiben dran, am Themenfeld Diversität!

 

 

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