Im Kulturausschuss Ende Oktober versprach Ministerin Ina Brandes die Rücknahme aller angekündigten Kürzungen, nachdem der Kulturetat im Haushaltsplanentwurf um insgesamt 14,6 Millionen erhöht wurde. Ausnahmen von dieser Regelung wurden nicht kommuniziert.
Nun wird die Ankündigung in Teilen in Frage gestellt: Die Rücknahme gilt laut Aussage der Ministerin im Kulturausschuss am 4. Dezember 2025 nun doch nicht für die Spitzen- und Exzellenzförderung in den Freien Darstellenden Künsten. Das irritiert auch deshalb besonders, weil es sich dabei um die prominenteste Kürzung gehandelt hat. Damit reduziert sich die Förderung dieser Programme insgesamt um 420.000 Euro.
Begründet wurde dies mit verwaltungstechnischen Hindernissen, die aber nicht näher erläutert wurden. Hier fordern wir transparente Informationen vom Kulturministerium. Wir halten fest, dass die Jury für diese Programme ausdrücklich aufgefordert war, ein umfängliches Ranking zu erstellen, damit für den Fall wieder zur Verfügung stehender Mittel weitere Förderungen vergeben werden können.
Der Kulturrat NRW fordert das Ministerium dringend auf, die ursprünglich geplanten Kürzungen vollumfänglich zurückzunehmen. Wir haben uns auf diese klare Zusage verlassen.
Lorenz Deutsch,
Vorsitzender Kulturrat NRW
05.12.2025
Kontakt: presse@kulturrat-nrw.de
