Schulterschluss von Akteur*innen für Diversität – Runder Tisch Diversität NRW zu Gast in der B-Side

Die Luft für das Thema Diversität wird dünner, der Schulterschluss im Bereich der Vielfaltsförderung stärker. So auch auf der Sitzung des Runden Tischs Diversität NRW in der B-Side in Münster.

Bereits bei der thematischen Einstiegsrunde wurde deutlich: Die Palette an diversitätsbezogenen Themen, die in den Mitgliedseinrichtungen behandelt werden oder dieses Jahr noch auf der Agenda stehen, ist riesig. Genauso wie die damit verbundenen Ansätze und Herausforderungen.

Entsprechend fordernd war für die Teilnehmenden dann auch der erste Programmpunkt der Sitzung, die inhaltliche Jahresplanung 2026 für den Runden Tisch Diversität NRW. Mit diversen beschriebenen Moderationskarten und verklebten Pünktchen, kristallisierten sich dann aber doch Themenschwerpunkte heraus, wie Inklusion, kommunale Vernetzung, starke Bündnisse schmieden und öffentlichkeitswirksam arbeiten, u.a. durch das Erstellen von Positionspapiere und Stellungnahmen.

Inhaltliches Highlight der Sitzung war der Input von Diversitätstrainerin Gülşah Tunali. Ihre Ausführungen zu ihrer diversitätsbezogenen Arbeit in der B-Side, den Meilensteinen und Dynamiken, waren sowohl inspirierend als auch beeindruckend. Innerhalb eines Jahres wurde partizipativ ein Code of Conduct entwickelt, eine Beschwerdestelle eingerichtet und diverse Schulungen angeboten – und dies sind nur drei von deutlich mehr Beispielen.

Auch die Führung durch die Räumlichkeiten der B-Side waren ein großartiger Einblick in die Geschichte des Ortes und die Entstehung des kollektiv und gemeinnützig organisierten Kulturzentrums. Vielen Dank an das Team von der B-Side, Jule, Sarah, Michelle und Corinna, für die sympathische Rahmung und informative Begleitung des Tages!

Neben den vielen positiven und stärkenden Erfahrungen an dem Tag wurde aber auch deutlich: Der gesellschaftliche und politische Diskurs zu vielfältigem Leben, diversitätsbezogener Arbeit und ihrer Förderung erlebt einen Backlash. Projektanträge in dem Bereich planen zunehmend Sicherheitskonzepte zum Schutz von Künstler*innen ein; öffentliche Infragestellung und Budgetkürzungen erschweren die Arbeit weiter.

Wir sind sehr froh, dass wir als Runder Tisch Diversität NRW vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft eine Förderzusage für weitere zwei Jahre (2026/27) erhalten haben. Diese wollen wir Nutzen, um weiter an Strategien für mehr Diversität in Kunst und Kultur in NRW zu arbeiten und das Thema öffentlichkeitswirksam zu platzieren.

Kein Mensch ist dem anderen gleich. Lasst uns unsere Vielfalt leben!

Nach oben scrollen